RUHE

Michael Erbach

Vernissage Sonntag, 29. März 2020, 14 h

Offenes Studio 27.03.-20.04.2020 täglich zu den Öffnungszeiten des Museums

 

Michael Erbach, Jahrgang 1988, studierte Industrielle Gestaltung mit Kunst am Pratt Institute New York und der Universität der Künste Berlin.

In seinen Arbeiten setzt er sich mit den Feldern Theologie, Psychologie und Minimalismus auseinander.

Dabei geht er aktuell der Frage nach, wie Strukturen und Symbole auf visueller Art dem Betrachter helfen können zu ganzheitlicher Ruhe zu finden. In Geist, Seele und Leib.

Er arbeitet mit reduzierten Mitteln wie Papier und Fineliner, um elementare Strukturen in langen, geduldigen Prozessen abzubilden, mit Leinwand und Acryl, und geht gerne ins Objekthafte und Installative. Hier bedient er sich der Kinetik um Prozesse durch Bewegung und Veränderung darzustellen.

CROSS-PRISM

 

Seine Lichtinstallation „Cross-Prism“, 5 m hoch aus dem Jahr 2016, wird drei Wochen lang im Foyer des Museums zu sehen sein.

Darüber hinaus ist der Besucher herzlich eingeladen, in dem anliegenden Atelier sein Schaffen zu beobachten.

In einem Workshop sind Neugierige eingeladen, ihre eigenen, kinetischen Arbeiten unter Anleitung zu erschaffen.

art-genossen

Barbara Niesen – Christine Rowland – Imke Stolle d’ Silva

Vernissage Sonntag, 26. April 2020, 14 h

Zur Einführung spricht Malte Sonnenfeld – Neo-Popartkünstler und Fernsehsprecher

Dauer der Ausstellung 26.04.-03.05.2020

Imke Stolle d´Silva geht psycholgischen Gesetzmäßigkeiten des Menschseins auf den Grund. Ausdrucksstarke Figurationen schicken ihre Betrachter auf eine Reise, ermöglichen ihnen Einblicke in mehr oder weniger vertraute anthropologische Konstanten. Prozesshaft, in Farbe und Form expressiv, werden die Bildsubjets mit der Aussage verknüpft, abwechslungsreich durch kontrastierende Malweisen gestaltet, oft in mehrschichtigem Farbauftrag entwickelt und kompositorisch auf den Punkt gebracht. Es entstehen Menschenbilder von ungewöhnlicher Intensität, die unter der Oberfläche des Alltags Verborgenes sichtbar machen.

GIFT OF NATURE, Acryl auf Leinwand,120 x 90 cm

In GIFT OF NATURE erscheint die Frau in einer mütterlichen Gestik – sie hält die beiden Fische im Arm – jedoch ist ihre Qual in den entfremdeten Augen deutlich zu sehen. Ebenso die Idee des Suizids oder der Erlösung durch den gelbgrünen Becher. Auch das Wohnzimmer verändert sich zunehmend, der Bodenteppich hat sich zu einer Blumenwiese und die Lampe zu einer strahlenden Sonne verselbstständigt.

Christine Rowland sucht draußen in der Natur nach Formen und spielt mit ihnen, indem sie sie z.B. in die Länge zieht oder verdickt – sie verändert sie in jeder erdenklichen Art und Weise und findet, durch die Wahl des Materials und die Abstraktion der Form, neue Interpretationen.

Für Christine Rowland, die mit sanften Formen und schweren Materialien spielt, ist oft das Gegensätzliche – das vielleicht sogar unvereinbar Scheinende – ein Anreiz und auch Herausforderung zur kreativen Umsetzung.

Mit ihren schweren Materialien wie Stein, Holz und Metall und dem schwerem Arbeitsgerät öffnet sie, mit einer körperlich anspruchsvollen und intensiven Arbeit, Wahrnehmungsräume, die vorher für einen Betrachter kaum zu vermuten gewesen wäre.

Mit Ausdauer und Beharrlichkeit löst sie ihre Ideen und Vorstellungen auch aus ganz widrigem Material, und dabei ist gerade dieser Widerstand, durch den sie sich hindurcharbeitet, für sie wichtig, um die Perspektive, die sich dahinter verbirgt, freilegen zu können.

 

FEDER, 2014, Buche verstockt und lasiert, 268 x 30 x 5 cm

„Ich versuche dem Schweren das Leichte abzugewinnen“, so die Künstlerin selbst – und ich finde sie tut dies mit ihren Skulpturen in einer solch faszinierend schlichten Schönheit, dass ich mit meinen Gedanken geradezu entlanggleiten möchte – und gerne möchte ich ebenso mit meinen Gefühlen, und auch im wahrsten Sinne des Wortes – mit meinen Händen – begreifen, wie es ist, wenn Gegensätzliches überwunden zu einer harmonischen Form gefunden hat.

(Textauszug von Simone Rentell)

Barbara Niesen, geb. in Issum am Niederrhein nahe der holländischen Grenze, lebt seit 20 Jahren in Nümbrecht im oberbergischen Land. Sie malt und signiert mit Mädchennamen Barbara Timpert. Der bekannte Impressionist Hein Hoppmann entdeckte ihr Talent, er lehrte und förderte sie. Niesen ist Dozentin für meditatives Malen am Europäischen Institut für angewandten Buddhismus in Waldbröl

 

 

NUMBERS, Mischtechnik auf Leinwand

Mit einer seltenen Sensibilität für Farben, Flächen und Formen schafft Niesen eine Welt, in der der Betrachter unmittelbar fündig wird – ob dieser nun Freiheit sucht oder Struktur, Harmonie oder inspirierende Spannung.

PAIDEIA & ARETE

Wege zur Bestform der zeitgenössischen Kunst

Bosco di Fresco

Ausstellungsdauer 10.-21.05.2020

PENELOPE

 

Der 1950 in München geborene Künstler, Bosco di Fresco (alias), mit Studium als Dipl. Ingenieur und Dozent für graphische Verfahrenstechniken (Fotographie, Reproduktion, Print und Printmaterialien), hat sich ab den 70er-Jahren der modernen Malerei gewidmet.

Vorab galt es Malereitechniken der großen Namen wie Leonardo da Vinci (Vorzeichnung, Bildformate und Malmittel), van Rijn Rembrandt (Imprimituren/Grundierungen), Henry Matisse (Themen und Farbkomposition), Gustav Klimt (Verarbeitung von Blattmetallen auf Gemälden) kennenzulernen. Am Ende hat er sich für Malereitechniken mit hochkonzentrierten Pigmentfarben auf Ölbasis, Dammarharzen nebst Terpentinen aus Pinienbaumextrakten und Blattgold/Blattsilber auf Leinwand und Holz entschieden.

Er erkannte sehr schnell an den Ergebnissen, dass diese Malereitechnik ein großes künstlerisches Gestaltungs-Spektrum bei hier notwendigen, langsamen Trocknungs- und Vernetzungs-Vorgängen bietet. Dies im Gegensatz zur schnell trocknenden Aquarell- oder Acryltechniken, was viele Künstler wiederum schätzen (man wird schneller fertig und das Gemälde ist sofort transportfähig). Ölfarbe lässt sich wirkungsvoll dreidimensional mit Tiefenstruktur ausarbeiten. Das Ergebnis wissen viele Betrachter zu schätzen.

ANIMA(L)

Tier und Seele

Doris Happ

Dauer der Ausstellung 24.05.-05.06.2020

Goldie Horn, Mischtechnik auf Leinwand, 80 x 80 cm

Als  Künstlerin und Kulturveranstalterin lebt und arbeitet Doris Happ auf einem ehemaligen Bauernhof.

Wo früher Kühe standen, findet man nun ihr Atelier. Entsprechend liegt die Auswahl der Sujets sehr nahe… Immer wieder sind es die Tiere, die die Künstlerin inspirieren  und deren Charaktere sie  auf vielfältige Weise auf der Leinwand einfängt.

Die  Verbindung verschiedener Materialien wie Acryl, Pastell, Zeichenkohle, Sand, Notenblätter etc. fügt sie zu einem eindrucksvollem Ganzen zusammen.

Es entstehen beseelte Bilder, die den Betrachter in seinen Bann ziehen. 

ODYSSEE – A JOURNEY IT MUST BE.

Katrin Kampmann

Ausstellungseröffnung 07. Juni 2020, 14 h

Dauer der Ausstellung 07.06.-19.07.2020

 

Katrin Kampmann lädt uns mit der Ausstellung „Odyssee – A journey it must be.“  ein, mit ihr auf eine Reise zu gehen: Eine Reise durch verschiedene Phasen ihres Schaffens, aber auch eine Reise in die Farbwelt und Geschichten, denen wir auf ihren Bildern begegnen.

Gemeinsam treffen wir kämpfende Astronauten, reisen mit Virgil in die Unterwelt, sehen tanzende Roboter, die Freizeit haben und auch genießen wollen, und entdecken das Weltall als Imaginationsraum. In der Arbeit „Jahr ohne Sommer“ finden wir Mary Shelley, vor der Frankensteins Monster kniet und friedlich eine Blume pflückt, neben Dracula.

WIR SIND DIE ROBOTER, 2018, Aquarell, Tusche, Linoldruck und Acryl auf Leinwand, 180 x 220 cm

 

Der Blick begibt sich in die Zukunft, zeichnet farbige Dystopien, aber auch Utopien, genauso wie in die Vergangenheit, schafft neue Perspektiven auf das Geschehene.

Bei all den Geschichten die aus Literatur, High- und Lowculture in Kampmanns Bildern auftauchen, ist es der Malerin wichtig, das jeder Betrachter die Bilder auch ohne Hintergrundinformationen ansehen und sich darin verlieren kann.

„Meine Bilder sind ein wenig wie Wolkenbilder, oder Rohrschachtests: Jeder kann ihnen mit seinem eigenen Temperament und seinen ganz persönlichen Erfahrungen begegnen.“

Das Betrachten von Kunst macht etwas mit uns, Kunst bewegt uns, löst neue Gedankengänge aus und kann uns dabei helfen auf unsere eigene Reise zu gehen.

Die im Betrachter wachgerufenen Assoziationen sind sehr individuell, und so ist der Wirbel der Reflexion, der zwischen Betrachter und Bild entsteht und sich fortbewegt, stets verschieden.

Die semantische Offenheit der Bildthemen, die diese sehr breite, persönlich gefärbte Reflexion ermöglicht, spiegelt sich in der Offenheit und diskreten bis diffusen Farbigkeit der Bildkomposition. Diese spielt souverän mit einer Ästhetik des Dazwischen: So bewegt sich Katrin Kampmanns Malerei zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Melancholie und Lebensfreude, zwischen Intimität und Distanz, zwischen intellektueller Konstruktion und einer Praxis der kontrollierten Kontingenz. Diese disparaten Pole stehen jedoch nie diskret nebeneinander, sondern sie fließen ineinander, überlagern sich, wirbeln umeinander und verschmelzen untrennbar.

FARBWELTEN

Ursula Schregel

Vernissage Sonntag,  21. Juni 2020, 14 Uhr

Dauer der Ausstellung 21.06. – 16.07.2020

Ein mit Promotion abgeschlossenes Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte führte Ursula Schregel zunächst als Dramaturgin an große deutsche Theater und anschließend als Hörspieldramaturgin zum WDR. Ende 2014 wandte sie sich der Malerei zu und nahm regelmäßig Unterricht bei einem Meisterschüler Gerhard Richters. Inzwischen hat sie in zahlreichen europäischen Ländern ausgestellt, in den USA und im Nahen Osten.

© Ursula Schregel, Schattenpaar, 2019, Acryl auf Leinwand, 120x100cm

 

„Die Werke der Künstlerin machen neugierig. Die Farben sind meist in mehreren Schichten aufgetragen, und unter der oberen schlummern Geheimnisse. Es ist geradezu spannend, die Bilder auf ihre Pinselführung, die Leuchtkräfte, das Formengut und die Wirkung hin zu befragen. Bei keinem Werk wird man dieselbe Antwort erhalten. Da gibt es keine Routine, keine Wiederholung. Das bisher vorliegende malerische Werk von Ursula Schregel ist eine Überraschung. Sie bildet nichts ab, sie findet ihre Bilder in sich selber. Diese autonome Malerei ist unverwechselbar, sie ist authentisch. Zu dieser Individualität passt es,  dass nach- und nebeneinander Bilder entstehen, die prima vista nichts miteinander zu tun haben. Aber darin liegt das Besondere dieser Handschrift. Sie ist abstrakt, sie ist informell, mitunter scheint sie strukturiert, ein anderes Mal dynamisch.“

Prof. Dr. Frank-Günther Zehnder

Auf meine ART

Brigitte Struif

Vernissage Sonntag, 20. September 2020, 14 h

Dauer der Ausstellung bis 27.09.2020

Brigitte Struif, geb. in Osterode am Harz, lebt und arbeitet in Hachenburg, ist seit 2004 Freischaffende Malerin und Mitglied im BBK Bonn, Rhein-Sieg und BBK RLP Mainz. Rege Ausstellungstätigkeiten und Messebeteiligungen führen sie quer durch Deutschland und ins Ausland (www.brigitte-struif.de).

Gedankenstrukturen, 4-teilig, Acryl auf Leinwand, je 120 x 40 x 7,5 cm