VERBORGENE SCHÖNHEITEN

Bernd Sannwald

Ausstellungseröffnung 12. Mai 2019, 14 Uhr

Ausstellungsdauer 12.05.-23.06.2019

Bernd Sannwalds fotografisches Territorium liegt jenseits unserer gewohnten Wahrnehmung.  Der ästhetische Kontext rückt in den Vordergrund und die funktionelle Seite der Objekte, die für jedermann sichtbar sind, wird ausgeblendet.

Bei seinen Arbeiten ist der Ausschnitt so kompromisslos, dass sich die Bilder von ihrem realen Vorbild loslösen. Wir können uns in der Realität in den fotografierten Bauten bewegen, doch der Künstler lässt uns all diese Passagen als eigenständige Formen wahrnehmen. Ist es uns gelungen, einen konkreten Ort zu erkennen, erscheint uns dessen fotografische Metamorphose umso erstaunlicher. 

Mit seiner selektiven Position steht Sannwald in der Tradition von Albert Renger-Patzsch, dem Fotografen der Neuen Sachlichkeit. Sannwalds Arbeitsstil ist zwar klassisch-zeitlos, wird jedoch stark geprägt von der visuellen Erscheinung unserer Gegenwart. 

(Auszug aus: © 2017 Dr. Barbara Rollmann-Borretty)

SICHTWEISEN

Johann März

Ausstellungsdauer 26.06.-07.07.2019

Der Künstler ist am Sonntag, den 30.06.2019 von 13 – 17 Uhr anwesend

 

Der Wetzlarer Künstler Johann März legt sich nicht nur auf eine Stilrichtung fest, sondern malt das, was er situativ empfindet. Hierbei benutzt er verschiedenste Materialien, wie z. B. Acryl auf Leinwand, Holz, Metall, Stein, …

Seine Bilder sind Zeugnisse und Wegbegleiter von gefühltem Leben. “Meine Kunst bedeutet für mich: Leben in seiner Vielfalt sehen und spüren – ihm künstlerisch-kreativ noch einmal zu begegnen!”

REALITÄT IST HEILBAR

Thomas Kleemann

Ausstellungseröffnung 30. Juni 2019, 14 Uhr

Ausstellungsdauer 30.06.-22.09.2019

Thomas Kleemanngebürtiger Schleswig-Holsteiner, studierte ab 1975 an der Universität der Künste in Berlin Malerei bei Johannes Geccelli und Kunstpädagogik. Nach Ernennung zum Meisterschüler 1981 sowie dem 1. u. 2. Staatsexamen folgten Stipendien wie das Casa Baldi Stipendium der schleswig-holsteinischen Landesregierung in Olevano Romano, Italien oder das Karl-Hofer-Stipendium, Berlin. 

Seit 1985 ist Kleemann freischaffend. Er lebt und arbeitet in Berlin und Melz/Müritz.

In fast 100 Ausstellungen wurden Kleemanns Werke in Museen, Kunstvereinen, Galerien und auf Messen gezeigt.  

Arbeiten befinden sich in  öffentlichen, Firmen- und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Thomas Kleemann zeigt in seiner Malerei, die originäre malerische Fähigkeit, abstrakte Bildgefüge im Malprozess zu imaginiertem Realen zu verdichten. Diese Transformation lässt  pastose, reliefartige Werke entstehen, die der Wirklichkeit Referenz erweisen, ohne dabei ihr ureigenes Bildsein zu verlieren. 

Das Erste, was beim Betrachten von Kleemanns großformatigen Werken ins Auge fällt, ist ein breiter, schraffurhafter Pinselstrich, bestehend aus satter weißer Binderfarbmasse und überkront mit Siliziumcarbid. Strukturen, Kerbungen, Reliefs mit allen Schattierungen der Weißgrau-Skala lassen vermuten, erkennen, verwerfen, wandeln und neu erkennen. Kurzum Kleemann ist ein Malerarchitekt, der eine dreidimensionale Räumlichkeit in der Fläche des Bildträgers zu schaffen vermag.

denkZeichen

Reiner Coura

Ausstellungseröffnung 14. Juli 2019, 14 Uhr

der Künstler ist anwesend – es spricht Marlies Lang-Schilling

Ausstellungsdauer 14.-28.07.2019

Ein Totalwerk aus Natur, Technik und Gesellschaft zeigt der Künstler Reiner Coura zum ersten Mal als Symbiose. Dem Leben und seiner Vergänglichkeit auf der Spur bleiben seine Skulpturen, Materialbildnisse und Zeichnungen erzählerisch, versteckt provokativ und ironisch zugleich. 

Couras Bildsprache akkreditiert keine modische Allgefälligkeit, sondern ist eine mit Kraft gedachte Malerei ‘mit allen Mitteln’. Sein Werk ist wie ein herausforderndes Vergnügen mit Inhalt: üppig bestückt, überaus sinnlich und manchmal tonnenschwer. Bildträger und -material sind Fundstücke und Relikte aus verschiedenen Zeiten mit den erzählenden Attributen der Vergänglichkeit im Kontext mit der Gegenwart und Zukunft. Ein Erzähler, ein Mahner, ein Träumer, ein Erfinder und Revolutionär zugleich: Reiner Coura interessiert nicht das figürliche oder abstrakte Abbild, sondern das Schaffen neuer Körper durch Verwerten und Zusammenfügen verschiedener Elemente. Die Arbeiten sind ganz heute, brechen eine Atmosphäre der Zufriedenheit und zeigen gleichzeitig in ihrer Kommunikationsform menschliche Wärme, spielerische Leichtigkeit kombiniert mit interpretationsfreudiger Tiefe.