HANS-HENDRIK GRIMMLING

deutscher alltag

 

Ausstellungsbeginn 24.06.2018

Prof. Hans-Hendrik Grimmling wurde 1947 in Zwenkau bei Leipzig geboren. Von 1970-74 studierte er zunächst in Dresden und ein Jahr später in Leipzig an der Hochschule für Bildende Künste. Die “Leipziger Schule” galt als Aushängeschild für eine liberale Kunst in der DDR, davon geprägt, entwickelte er sich zu deren Antipoden. Von 1974-1977 war er Meisterschüler bei Gerhard Kettner an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 1986 siedelte er nach West-Berlin über. Ab 2001 dozierte er an der btk in Berlin.Von 2007-2017 hatte er eine Professur an der Hochschule für Gestaltung – Design & Kunst in Berlin inne. Prof. Hans-Hendrik Grimmling lebt und arbeitet in Berlin.

Seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland zu finden.

ELVIRA BACH

Eine Retrospektive

Elvira Bach "Bin ich schön", 2013, Acryl auf Leinwand, 230 x 190 cm

Die in Berlin lebende Malerin Elvira Bach studierte von 1972 bis 1978 an der Hochschule der Künste in Berlin bei Hann Trier. Als einzige Frau im Umfeld der  neoexpressiven „Jungen Wilden“ und nach ihrer Einladung zur documenta 7 nach Kassel im Jahre 1972 erlangte sie rasch bundesweite und internationale Anerkennung. Die Mutter zweier Kinder  avancierte zu einer der bekanntesten Malerinnen Deutschlands. Ihre kraftvollen, farbprächtigen Frauenbildnisse hängen in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt.

Im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens steht seit Anbeginn die Frau in all ihren Facetten des Menschseins, in ihrer Kraft und Stärke, aber auch Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit, vor allem aber als unabhängige und selbstbestimmte Frau. Elvira Bach hat die Frau an die Rampe gestellt, ihr breite Schultern und große Hände gegeben, sie geschmückt und ihr Sinnlichkeit und Stärke zugemalt. Ihre Bilder sind Leuchttürme weiblicher Kraft.

Seit vierzig Jahren faszinieren ihre Frauenbildnisse, die mit überbordender Farbigkeit und hypnotischer Direktheit einen unbändigen Lebenswillen zeigen und alle Facetten des Menschseins spiegeln.

Elvira Bach ist nicht nur eine Chronistin ihres Lebens- vom Treiben in den Künstlertreffs der 70-er Jahre über die Einflüsse ihrer Aufenthalte im Senegal- inspiriert durch ihren afrikanischen Ehemann- bis hin zu den Mutter-Kinds-Portraits, ihren Küchenbildern, hin zu den ruhigeren Bildern der Gegenwart-, sie ist auch eine Entdeckerin der Ambivalenzen des Frauseins geblieben: Selbstbewusstsein und Geschlechterdrama, Freude und Trauer, Stärke und Ironie. 

„Ich freue mich sehr, dass Joachim Legner und Antje Helbig mit ihrer Liebe zur Kunst ein so schönes Museum geschaffen haben, indem ihr Leitmotiv „Kunst für alle“ lebendig werden kann.“

Das Rosenhang-Museum zeigt Werke der vergangenen vierzig Jahre: Malerei, aber auch Glaskunst aus Murano, Keramik, Betonskulpturen und Graphik.