JAHRESAUSSTELLUNG 2021

Künstlerkolonie Weilburg

20.-29. August 2021

Vernissage Freitag, 20. August 2021, 18 h

(Eintritt frei)

Die Künstlerkolonie Weilburg lädt Sie und Ihre Freunde zur diesjährigen Jahresausstellung ein.

 

Skulpturen: Erich Klotz – Caroline Schmid – Hilde Vitt – Luis Kowalewski – Elke Lisken

Malerei: Judika Dragässer – Christine Fries – Edeltraud Göpeö – Iris Heyner – Siegrun Keiner – Edelgard Hildebrand – Wolfgang Kissel – Angelika Kowalewski – Norbert Prätorius – Anne Heng – Linda Bausch – Michael Abel

Fotografie: Margit Bach – Thomas Grimberg

power of COLOUR

Birgit Weinerth

Vernissage Sonntag, 19.09.2021, 11.30 h

PIT GRÜN – musikalischer Gast an der Vernissage

Dauer der Ausstellung 15.-28.09.2021

Birgit Maria Weinerth, geboren 1963, betreibt seit 2004 ein Kunststudio. Die Künstlerin über sich selbst:

“Kunst ist für mich das Eintauchen in eine andere faszinierende und geheimnisvolle Welt.

Kunst ist wie eine Reise, das Ausbrechen aus dem Alltag  in das Besondere und das Einmalige.

 

Kunst ist mein ständiger Begleiter!

 

Mein Opa, selbst Künstler,  hat mir die Kreativität in die Wiege gelegt als Proviant auf meinem Lebensweg auf dem ich inzwischen viele renommierte Künstler getroffen habe, durch die ich meine Fertigkeiten erweitern durfte.  Eine immense Dynamik in meinem Leben, die auch meine ausdrucksstarken Acrylgemälde versprühen, sowohl in der Komposition als auch in der Wahl der Farben. Viele  Werke entstehen frei und spontan, sozusagen aus dem Augenblick heraus. Ich beherrsche dabei nicht nur die reine Acrylmalerei, sondern bearbeite die Leinwände mit verschiedenen Techniken,  die meinen Werken Dreidimensionalität und visuelle Tiefe verleihen, wodurch äußerst kraftvolle Sujets entstehen. Fast gegensätzlich erscheinen dagegen die figurativen Werke, die ich modern inszeniere.”

Festival der Farben, Formen und Zahlen

Barbara Niesen & Klaus Stanek

Vernissage Sonntag, 03. Oktober 2021, 15 h

Ausstellung vom 01.-10.10.2021

In der Zeit vom 1. bis 10. Oktober 2021 findet das Festival der Farben, Formen und Zahlen der Künstler*in Barbara Niesen und Klaus Stanek im Atelierraum des Rosenhang Museums statt.

Zahlen und deren Bedeutung haben Barbara Niesen schon immer fasziniert und inspiriert. Die symbolische Bedeutung von Zahlen lässt sich häufig aus ihren mathematischen Eigenschaften ableiten. So steht zum Beispiel die Eins in monotheistischen Religionen für das Unteilbare und damit das Göttliche – die Einheit, aus der alles hervorgeht. Die Zwei wiederum gilt als „weibliche Zahl“ und enthält bereits die Idee der Vielheit in der die eigentliche Schöpfung beginnt, weil sie den Gegensatz repräsentiert, gerne auch dargestellt als Gut und Böse oder wie in der Chinesischen Kultur als symbolische Darstellung des Dualismus (Yin und Yang).

Kein Wunder also, dass Barbara Niesen die Zahl in ihrer Werkgruppe „Numbers“ zum zentralen Thema gemacht hat. So wie die Zahlen mit dem Siegeszug der Naturwissenschaften und der damit einhergehenden „Vermessung der Welt“ aus dem Hintergrund auf die Oberflächen gewandert sind, so schimmern die Zahlen in den abstrakten Bilderwelten von Barbara Niesen durch die strukturierten Untergründe.

Die Zahlen sind gewissermaßen die Säulen, auf denen das komplette Zeitalter der Moderne steht – von der Technik bis zur Wirtschaft, von Börsenwerten bis zu Klimatabellen, von der Raumfahrt bis zur Quantentheorie. Die Menschheit ist ohne Zahlen nicht mehr denkbar.

 

Barbara Niesen, geb. in Issum am Niederrhein nahe der holländischen Grenze. 

Seit mehr als 20 Jahren lebt sie in Nümbrecht im oberbergischen Land, malt und signiert mit Mädchennamen Barbara Timpert. Der bekannte Impressionist  Hein Hoppmann entdeckte ihr Talent, lehrte und förderte sie.

Niesen ist Dozentin für meditatives Malen am Europäischen Institut für angewandten Buddhismus in Waldbröl.

 

 

Klaus Stanek, geb. 1952 in Siegburg, besuchte ab 1970 die Fachoberschule für Gestaltung in Köln und ab 1972 die Fachhochschule für Kunst und Design in Köln.

Für Klaus Stanek ist das Zeichnen und Malen mit wasservermalbaren Farbstiften eine Art spontane Formgebung durch Übermalen von Linien, Flächen und Strukturen, die es dem Gehirn ermöglichen, etwas zu erkennen, was vielleicht gar nicht existiert. Und doch glaubt das Gehirn, bei dem, was das Auge sieht, dass da etwas ist. Das Phänomen seiner Werke besteht darin, dass in seinen Strukturen und Formen vermeintliche Gesichter, Wesen oder Landschaften zu erkennen sind.

Manchmal befindet sich Klaus Stanek gleich zu Anfang bei seiner Arbeit in einem kreativen Zustand mit dem Verlangen Bilder im Geiste zu entwickeln und diese mit dem inneren Auge anschaulich wahrzunehmen. Dabei etwas zu erschaffen, was ihn durch Imagination, dem bildhaft anschaulichen Vorstellen, so in eine andere Welt versetzt.

Der Weg ist das Ziel

Charlotte Eschenlohr

Die Bilder von Charlotte Eschenlohr als Ganzheit zu betrachten – ein schwieriges Unterfangen.  Es sind die vielen Facetten, Figuren, Menschen, Tiere, Landschaften und Fabelwesen, die sich in ihren Bildern tummeln. Einerseits wohl und ausgewogen platziert, andererseits mitunter aber auch wild und ohne Zuordnung. Nicht selten geschieht dies offenkundig und gleichzeitig in einem Kunstwerk. Sie deswegen als wilde Malerin zu bezeichnen, würde ihr nicht gerecht werden. Die Bilder der Wilden sind aus deren Bäuchen entstanden, es waren kurze Momentaufnahmen einer Situation. Ergüsse eines Lebensgefühls, einer neuen Freiheit, die in den achtziger Jahren ausgelebt wurde. Diese Kunst war hauptsächlich auf einen Blick ausgerichtet, mit jedem weiteren reduzierte sich der Zugang.

Tief verwurzelt in der Philosophie des Taoismus findet sie die Energie und die notwendige Spiritualität, die zum Schaffen ihrer Kunstwerke erforderlich sind. Die Münchner Künstlerin Charlotte Eschenlohr ging sogar sogar soweit, dass sie sich auf ihrer Sinnsuche mit einem  Atelier in Peking niedergelassen hat. Seit nunmehr über elf Jahren arbeitet die Multimedia Künstlerin regelmässig in China, teilt sich dort ihre Ateliers gerne mit ansässigen Künstlern, um so die absolute Nähe zur Keimzelle der taoistischen Philosophie zu erleben. 

Charlotte Eschenlohr ist eine Spätberufene. Nach ihrer ‚bürgerlichen Existenz‘, in der sie  als promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin tätig gewesen ist, hat sie  ihre wirkliche Berufung als Künstlerin Mitte der Nuller Jahre für sich entdeckt. Zunächst als Performance-Künstlerin, wo sie unter dem Titel ‚Living Table‘ in einem ausgefallen Happening ihre Gäste verzauberte. Inspiriert wurde sie durch eine in ihrer Wohnung und von ihr organisierten Veranstaltungsreihe zum Thema Eat Art. 

Ein in unregelmäßigen Abständen stattgefundenes privates Treffen, zu dem sie Freunde, Künstler und Akrobaten aller Couleur eingeladen hatte. Eine Art Salon, in dem die bürgerlich Etablieren den Tellerrand weit überschreiten durften. Mit dem Motto ‚alles kann – nichts muss‘ wurde damals zelebriert, was Charlotte Eschenlohr  heute (losgelöst von aller Zwanghaftigkeit) im künstlerischen, wie im wirklichen Leben verwirklicht.