Schreibtischbilder und mehr

Rudolf Reinhard Feickert

Vernissage 06.02.2023, 19 h

Ausstellung vom 06.-14.02.2023

 

VITA

Rudolf Reinhard Feickert, geb. am 18.10.1949 in Weilburg lebt und arbeitet in Weilburg-Gaudernbach. Sein Vater war Bauingenieur, die Mutter Hausfrau und er hat zwei ältere Schwestern.

Nach dem Besuch der Grundschule ging Feickert vormittags auf die Werksstudienschule und absolvierte nachmittags eine Schreinerlehre. Eine Maurerlehre ging seinem anschließenden  Bauingenieursstudium mit Schwerpunkt konstruktiver Ingenieurbau voran. Es folgte ein Magisterstudium in Soziologie mit der Ergänzung Politik und Psychologie. Aktuell ist Rudolf Feickert Bauingenieur und Geschäftsführer eines Bauunternehmens. Er ist verheiratet mit Evelyn Feickert und hat vier Söhne: Thore, Arne, Ragnar, Hauke.
Seine Interessen gelten Kunst, Literatur, Politik und Wirtschaft und ganz wichtig: Menschen.

„Es gibt nichts Faszinierenderes als Menschen,
die kommunizieren, leben, arbeiten, lieben
und Leidenschaften haben“.

 

Den Kern der Ausstellung bildet ein Zyklus von 51 Bildern, die zwischen 1971 und 2021 entstanden sind. Diese Schreibtischbilder stellen eine Besonderheit künstlerischen Schaffens dar, bilden sie doch nicht nur Kreatives, sondern auch Materielles aus der Arbeitswelt ab.
Der Künstler hat benutzte Schreibtischunterlagen, die von Januar bis Dezember eines jeden Jahres auf seinem Schreibtisch lagen, gesammelt und später bearbeitet. Alltag und Inspiration, Arbeit und Kreatives überlagern und ergänzen sich wechselseitig.
Der Zyklus von inzwischen 51 Bildern ist dadurch nicht nur Ausdruck von innovativem Schaffen, sondern auch ein Dokument von 51 Jahren Arbeit. Darüber hinaus wird bei genauerem Hinsehen deutlich, dass es sich um ein Zeitdokument handelt. Denn Eindrücke, Eintragungen, Kommentare, Texte, Skizzen verweisen auf das jeweilige Umfeld – das Zeitgeschehen.
Daneben geben die zahlreichen kleindimensionierten Bilder einen Einblick über das weitere Schaffen des Künstlers. Abstraktes, Kreatürliches und Manierliches kommen dabei zum Ausdruck. Die abwechslungsreiche, farbenfrohe Interpretation wirkt inspirierend auf den Betrachter. Je näher und länger man hinsieht, je mehr erschließt sich eine „Bunte Welt der Fantasie“.

LOVE, PEACE & FREEDOM

Tim Süsser

Vernissage 04.03.2023, 17 h

Ausstellung vom 04.-14.03.2023

 

Mit „LOVE, PEACE & FREEDOM“ möchte Tim Süsser Einblick in seinen persönlichen Freiraum geben und diesen teilen, indem er einen ersten thematischen Überblick über seine Arbeiten der letzten drei Jahre bietet.
Dabei bezieht sich diese Freiheit nicht nur auf Motive und Inhalte, sondern auch auf den Einsatz und die Auswahl der Materialien. Mixed Media ist die Arbeitsweise, die ihm das breiteste Spektrum und den kreativen Raum bietet, in dem keine do‘s und dont‘s existieren. Der künstlerische Ausdruck gibt hier die Arbeitsweise vor, bei der alle Materialien – hochwertige Farben und Malgründe wie auch Markierungssprays, Pasten, Kohle, Surfwachs, alte Ölfässer, Bleche, Nägel oder Strandgut – zusammenkommen und eine neue Deutung erfahren, um den Gedanken und das Gefühl von Love, Peace und Freedom beim Betrachter zu bewirken. 

Freiheit ist nicht selbstverständlich, nicht automatisch da, man muss sie greifen, manchmal auf dafür kämpfen. Und auch dann bleibt sie nicht. Sie ist immer in Gefahr, in Bewegung und voller Energie, weshalb er sie mit kräftigen, leuchtenden Tönen, Neonfarben und Kontrasten gleichsetzt. 

Die an Strand, Meer und florale Muster angelehnten Motive und Stimmungen drücken Leichtigkeit, Sehnsucht und inneren Frieden aus, was im Kontrast zu den Arbeiten auf Holz steht, die mit viel Energie und großem Kraftaufwand gesägt, geschliffen, gebrannt oder aufgebrochen werden, sodass sie eher als Appell verstanden werden. Hier finden alte, gebrauchte Materialien neue Verwendung, die mit ihrer Patina in Kombination mit sehr leuchtenden Farben und Sprühlacken sehr energetisch und expressiv wirken. 

 

 

Die Arbeiten bewegen sich zwischen gegenständlicher und abstrakter Malerei, obwohl dies vielleicht zwei zu stark abgrenzende Begrifflichkeiten sind, da sie in den Werken immer wieder auch zusammengeführt werden und oft keine klare Trennlinie gezogen werden kann. 

Die Motive, ob bestimmte Typen, KriegerInnen, Kraftorte wie das Meer und die oft pinken Horizonte, die unsere Weitsicht begrenzen und gleichzeitig für die unbegrenzten, individuellen Möglichkeiten stehen, entstanden immer in Verbindung mit Musik, die einen wichtigen Stellenwert im Schaffensprozess einnimmt. Sei es während der Entstehung im Atelier, der direkten Anlehnung an inspirierende Individuen aus dem Bereich der Musik oder die Bildtitel selbst. 

Im Grunde ist es sehr einfach. Tim Süsser malt, was ihn inspiriert! Und dabei ist der Schritt, selbst Kunst zu schaffen, mit jedem Projekt ebenfalls ein Schritt in Richtung eigene Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Denn wir alle haben die Freiheit, aufzubrechen, wohin wir wollen! 

Seine Arbeiten sollen im besten Fall die Betrachter dazu ermutigen, sich dessen bewusst zu werden und vielleicht selbst neue Wege einzuschlagen, um nicht zu bereuen, was man nicht getan hat. 

Ein Moment der Begegnung

Thorsten Frank (ToRos)

Vernissage 18.03.2023, 16 h

Ausstellung vom 18.-28.03.2023

 

Thorsten Frank (ToRos) wurde 1971 in Frankfurt a. M. geboren. 1996 studierte er Kommunikationsdesign an der AVA Academy of Visual Arts in Frankfurt. Seit 2001 ist er freischaffender Künstler mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, z.B. China, USA, Österreich, Schweiz und Deutschland. Angelehnt an den abstrakten Expressionismus ist ToRos in seiner künstlerischen Tätigkeit seit seinen Aufenthalten in Österreich auf die sogenannte „Pan-Art“ (griechisch Panta- Rhei – alles fließt) spezialisiert.

 

 

ToRos arbeitet überwiegend mit Spachtel und Farbrolle, daher wird man nur selten Pinselspuren in seinen Bildern entdecken. 

„Ich verwende keine normale Acrylfarbe aus der Tube und trage diese auf die Leinwand auf, sondern mische meine Farben nach einem speziellen Rezept an.“ 

Durch die Vielschichtigkeit und das Spachteln kommt er immer wieder zu den unteren Bildschichten durch. 

Die Werke haben oftmals eine Bewegung, einen Farbrhythmus. Es sind komprimierte Formen, die sich in seinen bildnerischen Mitteln verdichten und auch wieder auflösen. Es entsteht eine Räumlichkeit ohne Perspektive, ausschließlich aus Farbe hervorgerufen. Man taucht nach längerem Verweilen in die meditativen Bilder ein und entdeckt die Begegnung, die „Einem“ wichtig bleibt.

Meine Kunst bedeutet für mich, „mich selber wahrzunehmen“.

Der Widerspruch zwischen Abstrakt und Gegenständlich wird aufgehoben, weil das Gegenständliche in unserer – je eigenen Sichtweise – wahrgenommen wird. Verändert sich unser Leben, unsere Wahrnehmung, so verändert sich auch die Betrachtungsweise des Bildes. Aber nicht das Bild hat sich verändert, sondern unsere Einstellung zu ihm.