Vergebung

Mariella Ridda

Vernissage 5. Juni 2022, 15 h

Dauer der Ausstellung 25.05.-03.07.2022

 

„Schreie“ – dieses Thema steht im Zentrum der neuen Arbeiten von Mariella Ridda, Künstlerin aus Neapel mit Lebensmittelpunkt in Berlin.

Bilder, die in der Pandemie ihren Ausgang genommen haben und nun immer härter, immer gegenwartsbezogener werden, voller Verzweiflung und Schmerz: Ausdruck des unfassbaren Kriegs in der Ukraine.

Mariella Ridda zeigt die Schreie derjenigen, die Schrecken und Angst erleben, die ihr Zuhause verlassen müssen, um sich in Sicherheit zu bringen; die ihre Freunde, Verwandte, Eltern, Kinder haben sterben sehen.

Wutschreie, qualvolle Schreie, und gleichzeitig kraftvolle Schreie des Aufbegehrens gegen eine aus dem Lot geratene Welt, ein krankes System und eine orientierungslose Menschheit.

Eine Welt, die sich nur mit einer Umarmung voll tief empfundener Vergebung und wiedergewonnener Brüderlichkeit retten kann.

Eintritt frei.

Zweizigartig

Edelgard Hildebrand & Wolfgang Kissel

Vernissage 08. Juli 2022, 18 h

Dauer der Ausstellung 09.-17.07.2022

ab 10.07.2022 täglich Markttage

13.-15.07.2022, 14-18 h Dem Künstler über die Schulter schauen

17.07.2022, 15 h Finissage mit Versteigerung

Edelgard Hildebrand, geb. 1953 in Zittau, lebt und arbeitet in Maintal bei Frankfurt.
Regelmäßige Seminare und Kurse bei namhaften Künstlern bilden die Grundlage ihrer künstlerischen Ausbildung. Ein längerer Aufenthalt in Schleswig-Holstein, direkt an der Nordseeküste, beeinflusste anfangs ihre Motive. Dabei entstanden realistische Arbeiten in Aquarell- und Acryltechnik, die den Reiz der norddeutschen Landschaft wiedergeben.
Inzwischen entwickelte sich ihr Malstil vom Realismus bis hin zur Abstraktion. Aus verschiedenen Materialien wie Marmormehl, Sumpfkalk, Gips etc. sind Strukturbilder entstanden, mal farbstark, mal ganz reduziert, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.
Wolfgang Kissel, geb. 1949 ist Maler, Grafiker und Verleger, er lebt und arbeitet in Beselich bei Limburg, weiterhin ist er Dozent für Malerei an verschiedenen Malschulen. Seine Werke waren schon auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.
Die Bilder von Wolfgang Kissel bewegen sich trotz Verwendung abstrakter Elemente im Bereich des Realismus. Nicht das Motiv ist für ihn ausschlaggebend, sondern seine Motivation dahinter. Er versucht in seinen Werken Momentaufnahmen, die ihn berühren – aus welchem Grund auch immer – festzuhalten und kombiniert dabei Materialien auch entgegen traditioneller Gestaltungsregeln. Einem von Unstetigkeit und Resignation geleiteten Zeitgeist setzt Kissel ein optimistisches Spiel mit Licht und Farbe entgegen.
Die Wahrnehmung der Natur in ihren Nuancen, die Veränderung der Lichtverhältnisse im Wechselspiel der Tages-  und Jahreszeiten sind die entscheidenden Gestaltungselemente seiner Bilder.
Die Arbeiten der letzten Jahre sind ein Mix aus Gegenständlichkeit und Abstraktion, aus Ein- und Mehrdeutigkeit. Der Klimawandel und auch Corona haben gezeigt, wie wichtig das Ziel ist, das Leben auf unserer Erde in Zukunft nachhaltig zu gestalten. Einige seiner Bilder sollen diese Bewegung und den Aufbruch in eine neue Zeit bewusst machen.

Alle Zeit der Welt

Jochen Pröhl

Vernissage 24.07.2022, 15 h

Dauer der Ausstellung 24.07.- 15.08.2022

 

Jochen Pröhl: „Meine Malerei vergleiche ich gerne mit Langzeitbelichtungen:

In einer fotografischen Langzeitbelichtung wird jeder Gegenstand, der sich nicht für die Dauer der Belichtungszeit, sondern nur kurz im Bildausschnitt befindet, später auf dem Foto nicht zu sehen sein.

Was man sieht, ist die grundsätzliche Struktur. Das Augenblickliche und Vorübergehende wird unsichtbar.

Das heißt wenn ich eine Landschaft male, interessiert mich nicht die temporäre Erscheinung, ein Baum, eine Pflanze, ein Wald, denn sie sind, wenn auch für sehr lange Zeit, nur vorübergehende Erscheinungen. Mich interessiert die unveränderliche Struktur darunter – die terrestrische Anatomie einer Landschaft oder die urbane Anatomie einer Stadtansicht. (Die „Aegean Memories“ innerhalb meiner letzten Einzelausstellung im vergangenen Oktober in der C.A.M. Gallery in Istanbul bilden eine Ausnahme.)

Ich mache also Bilder, die wie eine ‘Langzeitbelichtung aller Zeit der Welt‘ sind – oder wenigstens vieler Jahrzehnte oder Jahrhunderte, wenn es sich um urbane Strukturen handelt.“