ALLES IM WERDEN

Renate Kuby

Am 22. September 2019 wird Renate Kuby im Rahmen ihrer Ausstellung “Alles im Werden” den interessierten Besucher*innen ab 14h bei einer Midissage zeigen, wie sie ihre Bilder im experimentellen Prozess anlegt und an ihnen weiterarbeitet.

Finissage 29. September 2019 ab 14 h

Ausstellungsdauer 13.-29.09.2019

Von Donnerstag bis Sonntag arbeitet die Künstlerin während der Öffnungszeiten vor Ort.

 

Initialzündung in Renate Kubys künstlerischem Schaffen waren die Farben und Strukturen eines Schmetterlingsflügels. Das geheimnisvolle Werden des Insekts während der Metamorphose wurde ihr zum Sinnbild für die Wandlung von Farben und Formen – und nicht zuletzt für die Wandlungen im menschlichen Leben –, der natürliche Prozess zum Wegbereiter in der eigenen Malerei. Hierbei erforscht die Künstlerin mithilfe der malerischen Mittel die rätselhafte Natur und diese wiederum bietet ihr Anregungen aus ihrer unerschöpflichen Vielfalt.

Der Prozess steht dabei im Mittelpunkt und der Zufall bestimmt mit, wenn sich Farben, Formen und Strukturen im abstrakten Raum begegnen und sich in beständigem Werden und stetiger Wechselwirkung zum Bild hin entwickeln.

Die tiefe Verbindung zwischen Natur und Kunst begegnet uns auf jedem ihrer Bilder: die Größe des Himmels, das Wolkendrama, die Tiefe des Waldes, die Bewegung eines Tieres, auch Spuren menschlicher Präsenz.

Natur und Kunst – Kunst und Mensch – Mensch und Natur: Ein Themenkreis, der viele Fragen aufwirft, viele Möglichkeiten in sich birgt und dem Renate Kuby diese Ausstellung widmet.

Der Ausstellungsraum wird donnerstags bis sonntags während der Öffnungszeiten zum Atelier der Künstlerin. Sie arbeitet vor Ort unter anderem an einem Großformat und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, am Prozess des Werdens teilzuhaben. Dabei ist sie auch offen für Fragen, Gespräche und Anregungen zum Thema „Kunst und Natur“.

REALITÄT IST HEILBAR

Thomas Kleemann

Ausstellungsdauer 30.06.-22.09.2019

Thomas Kleemanngebürtiger Schleswig-Holsteiner, studierte ab 1975 an der Universität der Künste in Berlin Malerei bei Johannes Geccelli und Kunstpädagogik. Nach Ernennung zum Meisterschüler 1981 sowie dem 1. u. 2. Staatsexamen folgten Stipendien wie das Casa Baldi Stipendium der schleswig-holsteinischen Landesregierung in Olevano Romano, Italien oder das Karl-Hofer-Stipendium, Berlin.

Seit 1985 ist Kleemann freischaffend. Er lebt und arbeitet in Berlin und Melz/Müritz.

In fast 100 Ausstellungen wurden Kleemanns Werke in Museen, Kunstvereinen, Galerien und auf Messen gezeigt.

Arbeiten befinden sich in  öffentlichen, Firmen- und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Thomas Kleemann zeigt in seiner Malerei, die originäre malerische Fähigkeit, abstrakte Bildgefüge im Malprozess zu imaginiertem Realen zu verdichten. Diese Transformation lässt  pastose, reliefartige Werke entstehen, die der Wirklichkeit Referenz erweisen, ohne dabei ihr ureigenes Bildsein zu verlieren.

Das Erste, was beim Betrachten von Kleemanns großformatigen Werken ins Auge fällt, ist ein breiter, schraffurhafter Pinselstrich, bestehend aus satter weißer Binderfarbmasse und überkront mit Siliziumcarbid. Strukturen, Kerbungen, Reliefs mit allen Schattierungen der Weißgrau-Skala lassen vermuten, erkennen, verwerfen, wandeln und neu erkennen. Kurzum Kleemann ist ein Malerarchitekt, der eine dreidimensionale Räumlichkeit in der Fläche des Bildträgers zu schaffen vermag.