Szenen des Übergangs I – Scenes of Transition I

 

Mirjam Pézsa

Vernissage 17.09.2022, 15 h

Dauer der Ausstellung 16.- 26.09.2022

 

 

Vita Mirjam Pézsa

Mirjam Pézsa ist gebürtige Bremerin, mit ungarischen Wurzeln. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Köln. Nach ihrem Studium der Literatur, Kunst und Kunstgeschichte an der Sorbonne in Paris, führte sie an der Universität in Hildesheim ihr Studium fort und studierte unter anderem Bildende Kunst, Ästhethische Kommunikation sowie Film- und Medienwissenschaften und Psychologie. Nach ihrem Diplom erfolgte 1998 zunächst der berufliche Einstieg in die Medienbranche: Regie, Konzeption sowie Produktion für audiovisuelle Kommunikation und Marketing/TV. Parallel dazu vertiefte sie ihre künstlerische Praxis und entwickelte diese kontinuierlich weiter. Nachdem sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit zunächst mit Fotografie und Texten sowie Collagen, Papier- und Objektarbeiten beschäftigte, entdeckte sie für sich die Drucktechnik der Monotypie und begann parallel dazu, sich intensiv mit der Malerei auseinanderzusetzen. Ein Interesse, das sie an freien Kunstakademien vertiefte. Verschiedene Lehrer, wie unter anderem Stephan Fritsch an der Freien Kunstakademie in Salzburg mit seiner Farbfeldmalerei, prägten ihre Art zu malen. Von 2017 an war sie an der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor Schülerin von Markus Lüpertz und wurde 2020 dessen Meisterschülerin.

 

Über die Arbeit von Mirjam Pézsa

Mirjam Pézsa interessiert sich für jene Wirklichkeiten, die erst durch die Malerei sichtbar werden. Es ist die Suche nach diesen eigenen Bildwelten, die ihre Arbeit als Malerin bestimmen. Oft ist sie dabei durch den Prozess des Malens selbst fasziniert, der sich, einmal begonnen, wie von selbst weiterentwickelt. Das Offen-Sichtliche wird auf diese Weise im Prozess der Bildentstehung unkenntlich gemacht. Der Betrachter wird in ein ‚eigenes Sehen‘ eingeladen.

Die verschiedenen Werkgruppen Mirjam Pézsas zeigen das Ausloten der Übergangsbereiche zwischen dem Vordergründigen und dem, was sich erst im Betrachten als neue Form und individuell erschliesst. So zeigen ihre ‚Charaktere‘ als sprechende Gesichter keine Portraits, sondern markieren den einen flüchtigen Moment der Begegnung, in dem sich das individuell Wahrgenommene der Malerin mit dem momenthaften Ausdruck des Gegenübers vermischt. Die künstlerische Auseinandersetzung greift diesen einen Moment der ‚Begegnung‘ auf. Das zurückbleibende Gefühl eines Augenblicks wird auf diese Weise interpretiert und in eine malerische Kondensierung überführt.

Auch in ihren ‚Szenen‘ vermittelt Mirjam Pézsa die Abstraktion menschlicher Begegnungen. Letztlich sind es Ausschnitte der Beziehungen zu einem selbst wie zu den anderen. Die Malerin untersucht die Uneindeutigkeit sowie oft auch Unvereinbarkeit, wenn Ich und Du aufeinandertreffen. Dies malerisch zu positionieren und zugleich in all den zugewiesenen Bedeutungen von Beziehung, Miteinander und Begegnung in Frage zu stellen, treibt diese Arbeiten in die Ausgestaltung. Manchmal verstörend wird diese Frage an den Betrachter weitergereicht.

Während besonders in den ‚Feldern‘ wie in jeder ihrer Werkgruppe die Farbe selbst als Gegenstand der Untersuchung zum ästhetischen Gelände wird,  und damit das innere Wesen der ‚Peinture‘ zu ergründen versucht, richtet Mirjam Pézsa in der Werkgruppe der ‚Passagen‘ ihren Blick ganz auf die Grenzen und auf die Übergänge im Bildgeschehen. Bild- und Bedeutungselemente begegnen sich und fügen sich an den Nahtstellen der Flächenkonstellationen nach den Bestimmungen autonomer Malerei. Die ‚Passagen‘ markieren einen Ort des Übergangs zwischen ‚nicht-mehr‘ und ‚noch-nicht‘ – letztlich tritt hier die Malerei der Realität gegenüber und verweist dabei auf nichts anderes als auf die Wirklichkeit.

In der Ausstellung SZENEN DES ÜBERGANGS I – SCENES OF TRANSITION I im Weilburger Rosenhang Museum zeigt Mirjam Pézsa einen kleinen Ausschnitt ihrer ‚Monotypien‘ aus der Serie ‚NOCHE OSCURA‘ – ganz in Schwarz gehaltene ‚Zwischenräume‘. Wie alle Sujets dieser Werkgruppe entziehen sich diese Arbeiten dem Offen-Sichtlichen. Gerhard Charles Rump zitiert die Künstlerin, die dazu sagt: „Mit den Mitteln der Monotypie zu malen, dabei die handwerklichen Spuren dieser Drucktechnik unkenntlich zu machen, so lang bis sich die Monotypie ‚selbst malt‘, das ist das Interesse dieser Arbeiten.“ Und er schreibt: „Mirjam Pézsa hat ihre eigene Herangehensweise an die Monotypie. (…). In der Betrachtung der Monotypien Mirjam Pézsa überrascht wieder und wieder die überzeugende Sprache der Formen, die in einen luftigen, aber auch emotionalen Dialog mit anderen Bildelementen treten. Dies schafft eine Erlebnisqualität, in der wir, zu unserer eigenen Überraschung wohl, zu Mitschöpfern werden und uns dabei gewahr werden, wie sehr das, was Welt – auch von der Künstlerin gestaltete Welt – darstellt, unser bedarf, um zu entstehen.“

AENO

Her mit dem schönen Leben!

Anne Dohrenkamp & André Kowalski

Malerei trifft Fotografie

Vernissage 01.09.2022, 19 h

Dauer der Ausstellung 01.09.-31.10.2022

 

 

Mit der Kunstausstellung „AENO – her mit dem schönen Leben“ verbinden die Künstlerin Anne Dohrenkamp und der Fotograf André Kowalski zwei konträre Medien in einer überzeugenden Symbiose: Die lebhaften und farbenfrohen Bilder von Anne Dohrenkamp stehen den emotionalen schwarz-weiß- Fotografien von André Kowalski gegenüber und ergänzen sich unerwartet harmonisch mit einem nachhaltigen Effekt beim Betrachter. Sie werden mit auf eine Gefühlsreise durch das „schöne Leben“ geführt und erkennen in den Werken auf den ersten, manchmal auf den zweiten Blick Emotionen und Gefühle, welche durch die beiden Künstler mit viel Feingefühl umgesetzt wurden.

 

“HER MIT DEM SCHÖNEN LEBEN”, PRORA/RÜGEN, 2009
60 cm x 80 cm
Fotografie
signiert
Fineartprint auf Barytpapier
© André Kowalski

 

Geballte Frauenpower

Elvira Bach – Cornelia Schleime – SEO – Sabina Sakoh

Jiny Lan – Lilli Elsner – Johanna Flammer

Mariella Ridda – Sultan Adler – Annette Merrild

Vernissage 14.08.2022, 15 h

Dauer der Ausstellung 13.08.-27.11.2022

 

Sonderausstellung zum fünfjährigen Jubiläum 

Zehn (ausdrucks)starke Frauen: Elvira Bach, Cornelia Schleime, SEO, Sabina Sakoh, Jiny Lan, Lilli Elsner, Johanna Flammer, Mariella Ridda, Sultan Adler und Annette Merrild. Alle waren oder sind sie schon im Rosenhang Museum mit Kunstwerken oder Ausstellungen vertreten. Nun, zum fünfjährigen Bestehen des Weilburger Rosenhang Museums, kann man ihre Kunst vom 13. August bis zum 27. November 2022 in einer gemeinsamen Ausstellung bewundern. Eine Einführung in die Werke der Künstlerinnen gibt es in einer Vernissage am Sonntag, 14. August um 15 Uhr. Warum gerade zum Jubiläum eine Ausstellung mit Kunst nur von Frauen? Museumsleiterin Antje Helbig erläutert dazu: „Gerade Frauen haben es in der Kunst oft immer noch schwerer als Männer, bekannt zu werden. Oft wird ihre Kunst geringer bewertet als die von Männern. So ist es eine wichtige Zielsetzung des Rosenhang Museums, Frauen einen Raum zu geben. Von einigen der Künstlerinnen befinden sich bereits Kunstobjekte in der Sammlung unseres Museums. Es sind aber auch Frauen darunter, die vielleicht noch nicht den „großen Namen“ haben und deren Kunst weniger beachtet wird als der von anderen. Mit der Sonderausstellung „Geballte Frauenpower“ wollen wir dazu beitragen, das zu ändern.

 

 

Cornelia Schleime – Malerin, Performerin, Filmemacherin und Autorin. Im Osten Berlins geboren, absolvierte Schleime von 1970 bis 1975 eine Friseurlehre und ein Maskenbildner-Studium. Seit dem Jahr 1975 studierte sie Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit ihren „Horizontebildern“ (Tusche auf Japanpapier) setzte sie sich über die Tradition der Dresdner Malerschule hinweg. Cornelia Schleime suchte nach Ausdrucksformen, die ihrem eigenen Lebensgefühl adäquat waren. Wichtig war für sie der ständige Prozess des Malens und Zeichnens selbst. Malen begann (und beginnt auch heute) für sie mit dem „Kratzen, Ritzen und Zeichen setzen – ein Prozess, vergleichbar dem automatischen Schreiben aus dem Unbewussten ohne vorgefasste Idee, ohne Plan und Konzept“. Sie erhielt seit den frühen 1990er-Jahren mehrere bedeutende Kunstpreise in Deutschland.

 

 

Elvira Bach – von 1967 bis 1970 studierte sie an der Staatlichen Glasfachschule in Hadamar. Danach zog sie nach Berlin und studierte von 1972 bis 1979 an der Hochschule der Künste Berlin Malerei, zuletzt als Meisterschülerin des informellen Malers Hann Trier. Während des Studiums arbeitete sie an der Berliner Schaubühne. Ein Stipendium führte die Künstlerin in die Dominikanische Republik. In den 1980er Jahren wurde sie als eine Vertreterin der „Jungen Wilden“ bezeichnet. 1982 wurde sie zur documenta 7 in Kassel eingeladen. Dies war ihr Durchbruch, nationale und internationale Ausstellungen folgten. Ihre neoexpressionistischen Frauenbildnisse spiegeln die Themen ihres eigenen Lebens wider. Die Ähnlichkeit der Bilder mit ihrer eigenen Person sind unverkennbar.

 

 

SEO – Geboren in Gwangju, Seoul / Korea besuchte sie ab 1992 das Kunstgymnasium in Gwangju. Von 1996 bis 2000 studierte sie an der Cho-sun Universität. Von 2001 bis 2003 folgte ein Studium bei Prof. Georg Baselitz an der Universität der Künste, Berlin, dessen Meisterschülerin sie wurde. 2000 erhielt sie ein Stipendium der Cho-sun Universität als beste Studentin. SEO malt auf Hanji-Papier, einem auf traditionelle Weise in Korea hergestelltem Papier.

 

 

Sabina Sakoh – „Demokratia – Love Letter to Europe“ hieß die Ausstellung von Sabina Sakoh, die 2020 im Rosenhang Museum zu sehen war. Sakoh malt meist großformatige Ölbilder (200 x 250 cm) mit einer beeindruckenden Farbgebung. Den Stil der Künstlerin könnte man durchaus als an die großen Meister angelehnten Neobarock bezeichnen. In ihren Bildern im figurativen Stil setzt sie sich allegorisch mit Aufbruch, Freiheit und Demokratie auseinander.

 

 

Johanna Flammer – Ihre großformatigen Bilder im Format 180 x 140 Zentimeter nennt die Künstlerin „Nodi“. „Nodi“ ist das lateinische Wort für Knoten. „Nodi“ steht aber auch in der Pflanzenwelt für etwas Neues, das aus einer Knospe entsteht. 2021 zeigte Johanna Flammer im Rosenhang Museum Collagen. Grundierungen aus Acryl-Farben, weiß oder schwarz, aufgeklebte Papierschnipsel, durch zugegebenes Terpentin schnell verlaufende Ölfarben, bearbeitet mit Edding. Glänzende Oberflächen. Haare sind ein wichtiges Element auf allen Bildern, allerdings keine echten, sondern beispielsweise welche aus Zeitungsschnipseln.

 

 

Sultan Adler – im Herbst 2020 war ihre Ausstellung „Herr der Lüfte“ im Rosenhang Museum zu sehen. Ihre Bilder sind so sehr von dem majestätischen Greifvogel geprägt, dass sie das Wappentier zu ihrem Namen gemacht hat. Sie malt mit der sogenannten „Impasto-Technik“. Dabei wird die Farbe sehr dick aufgetragen. Nach Meinung der Künstlerin verleihen die dicken Farbschichten ihren Bildern etwas haptisches und machen sie sehr lebendig.

 

 

Annette Merrild – geboren in Herning in Dänemark studierte sie sich nach ihrem Schulabschluss Malerei. Sie schrieb sich von 1992 bis 1993 an der Schule für Bildende Kunst in Kopenhagen ein. Ab 1995 ging sie für ein Jahr nach Mombasa, Kenia, und ließ sich in den Holzschnitztechniken traditioneller Stammeskunst an der Cooperation Akamba Handcrafts Industry unterrichten. Sie zog anschließend nach Deutschland und immatrikulierte sich von 1996 bis 2002 an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. In ihren Bildern arbeitet Annette Merrild stark konzeptuell. Sie bedient sich verschiedener künstlerischer Techniken, wie der Collage, dem Action Painting oder Photographie und kombiniert dabei unterschiedliche Materialien miteinander, darunter Neoninstallationen, Pigmente oder Klebstoff. Seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn setzt sie sich mit dem Thema Mensch in der Gesellschaft auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt ist es auch, die sich wandelnde Rolle der Frau näher zu beleuchten.

 

 

Lilli Elsner – bereits im Alter von zwölf Jahren experimentierte sie intensiv mit Farbchemie und unterschiedlichen Bildträgern. Ihr Studium an der Universität der Künste Berlin brach sie nach fünf Semestern ab, „ohne Erkenntnisgewinn“, sagt sie. Installationen sind in ihrem Schaffen ein komplexer, raumgreifender Bereich. Dabei korrespondieren Skulpturen mit Bildern. 2020 war ihre Ausstellung „vom Ufer los“ im Rosenhang Museum zu sehen. Aktuell zeigt sie dort ihre Ausstellung „ehe das Auge bricht“.

 

 

Mariella Ridda – Künstlerin aus Neapel mit Lebensmittelpunkt in Berlin: als Tochter eines Landes des Meeres und des Feuers, durfte die Serie der „Meeresbilder“ in Riddas Themen nicht fehlen. In ihrer Arbeit ist das „Meer“ ein weiteres dominantes Element: es ist die große Mutter, das amniotische Universum, das geheimnisvolle und einhüllende Unbewusste. Das Thema des Meeres ist oft mit dem der „Umarmung“ verwoben und bildet so eine Einheit aus Wärme und Harmonie.

 

 

Jiny Lan – geboren in Xiuyan in der Provinz Liaoning in der Volksrepublik China. Nach ihrem Abschluss an der Chinesischen Hochschule der Künste in Hangzhou emigrierte sie 1995 nach Deutschland. Derzeit pendelt sie zwischen diesen beiden Ländern und stellt weltweit aus. Als Gründungsmitglied der „Bald Girls“, der ersten feministischen Künstlerinnengruppe in der chinesischen Geschichte, gilt sie als eine der Repräsentantinnen feministischer Kunst in China. Ihre Arbeiten umfassen Malerei, Performances, Installationen und Videos.

 

Texte: Andreas E. Müller

ehe das Auge bricht

Lilli Elsner

Vernissage 15. Mai 2022, 16 h

Dauer der Ausstellung 12.05.-31.12.2022

 

Lilli Elsners Kunst findet nicht harmonische Ganzheitserkenntnisse, sondern sie sucht Erprobungsräume, Umbrüche, ungenutzte Zwischenräume, sie sucht unter der Oberflächenhaut das Verborgene.

Lilli Elsners Installationen sind Kunst im Spannungsfeld von Markt, Verteilungsungerechtigkeit, Ressourcenintensität und Produktivitätsmaximierung.

Die digitale, globalisierte, durchkommerzialisierte Konsumgesellschaft provoziert dabei künstlerische Transfomation.

Die Installation „Die Flüsse beeilen sich“ aus dem Jahr 2020/21, bestehend aus einem fünf Meter langen Kanu, das eine Wand aus mehreren hundert Benzinkanistern durchbricht, symbolisiert die Interessenkollision zwischen Markt und Freiheit.

Aktuell wirkt die Installation „Die Flüsse beeilen sich“ wie die Hand in der Wunde, verursacht durch die politische Dominanz von treibstoffbasierter Entscheidungssteuerung in einer dramatischen Kriegssituation.

Die Betrachtung von Lilli Elsners Kunst provoziert die Debatte über den Konflikt zwischen Markt, Umwelt, Nachhaltigkeit, Individualismus und Gemeinsinn – den Konflikt von Ansprüchen zwischen wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur.

Die Installation steht als Metapher für Entgrenzung, Ökonomie und Technik als fortschrittsoptimistische Antriebskräfte. Dabei wird die Installation zum Transformationsort – das durchbrechende Kanu – zum Träger eines Erregungskreislaufs mit der Hoffnung auf emanzipatorische Befreiung.

The Strong Cubs

Prof. Feng Lu

Ausstellungseröffnung 23. August 2020, 14 h

Dauer der Ausstellung 23.08.2020 – 31.12.2022

 

It, 2017 – Epoxidharz, Öl

Die Berliner Kunsthistorikerin Constanze Musterer schrieb zu Feng Lu: „Die große Politik und die kleinen Abmachungen, die großen Religionen und die kleinen Andachten, der große Sex an Crime und die kleinen Begierden, die große Historie und das kleine eigene Leben. Feng Lu lässt kaum ein Thema der Gesellschaft aus und nimmt das menschliche Agieren in den Zerrspiegel seiner bitterbösen Ironie. Witzig und bunt, verspielt und frivol kommt sie in der handwerklichen Perfektion seiner figürlichen Plastiken daher.“

Feng Lu, geb. 1979 in Harbin (China), begann schon als Kind in dem kargen Hinterhof seines Elternhauses humoristische Skulpturen aus Kreide zu formen. Er studierte zunächst Bildhauerei an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und anschließend Bildhauerei und Malerei an der Universität der Künste in Berlin. Dort avancierte er zum Meisterschüler bei Prof. Wolfgang Petrick. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit wurde Feng Lu 2019 zum Professor am Sichuan Fine Arts Institut in Chongqing berufen. Dort ist Feng Lu Direktor des Deutschen Innovationszentrums für zeitgenössische Kunst. Feng Lu lebt und arbeitet in seiner Wahlheimat Berlin.

BANKSY ART LAB

(dauerhaft installierter urbaner Kunstkäfig)

 

Banksy‘s Kapitalismus Kritik, seine Konsum Missbilligungen, sein Kampf um Gerechtigkeit und Frieden und um die Verteilung der Ressourcen nehmen eine zentrale Rolle in der Forschungsarbeit ein. Doch genauso intensiv wird die widersprüchliche Vermarktungsstrategie um seine Kunst einem analytischen Urteil unterzogen. 

Banksy’s Botschaften erreichen durch den medialen Hype enorme Reichweite. Street Art findet immer mehr museale Beachtung. Ein großer Verdienst, der ihm zweifelsfrei zugeschrieben werden kann. Doch Banksy selbst wurde bisher, bis auf wenige Ausnahmen, museal kaum gewürdigt. Dem wird jetzt abgeholfen, das BANKSY ART LAB, einzigartig in seiner Einrichtung, wird sich fortan intensiv mit dem Werk und der Figur der Street Art Ikone auseinandersetzen. Die Ergebnisse werden in einer permanenten Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.