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Sibylle Prinzessin von Preußen

Ausstellungseröffnung durch den Hessischen Landtagspräsidenten Herrn Boris Rhein

Sonntag, 20. September 2020, 16 h

Dauer der Ausstellung 20.09.-08.11.2020

Kuratiert von Karin Adrian von Roques

Die Idee von einer Welt, in der Mensch, Tier, die gesamte Natur, in Achtung und Würde miteinander leben könnten, durchdringt das Werk von Sibylle Prinzessin von Preußen. Die in der Ausstellung gezeigten, zum Teil großformatigen Arbeiten sind in den letzten vier Jahren nach dem Tod ihres Mannes entstanden. Es sind poetische Räume hoher Sensibilität – sei es durch Scherenschnittelemente, Zeichnungen, Textfragmente oder eine speziell transzendent wirkende Farbigkeit. Durch fragile künstlerische Ausdrucksmittel wird Sensibilität zur Stärke. In einer zunehmend brutalisierten Welt legen diese Arbeiten eine feine poetische Spur über den selbstzentrierten Horizont hinaus.   

wisset, 2019

180 x 180cm, Scherenschnitt, mixed media auf Leinwand

 

Sibylle Prinzessin von Preußen lebt in Berlin. Sie studierte Geisteswissenschaften und Kunst und war – unterbrochen von einem dreijährigen New York Aufenthalt – Dozentin an der Universität der Künste Berlin; zuletzt Initiatorin und Künstlerische Leiterin des in seinen Ergebnissen mehrfach ausgezeichneten “Videoprojektes”.

Sie erhielt den Ehrenpreis der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren für die Entwicklung einer kunstorientierten Hilfe-zur-Selbsthilfe-Einrichtung für junge Heroinabhängige während ihrer Studienzeit; und erhielt ein Arbeitsstipendium mit Ankauf ihrer Werke durch den Berliner Kultursenat, war Gast der Mishkenot Sha´ananim Encounters Jerusalem und Artist-in-Residence des Wissenschaftskollegs zu Berlin; sie ist Ehrenpräsidentin der Europäischen Kulturwerkstatt.

Sie realisierte Kunst-am-Bau-Projekte in Unternehmen/Einrichtungen wie Dexia Hypothekenbank, Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, Deutsche Bank, Commerzbank, Berliner Bank, Investitionsbank Berlin, Leibniz-Institut oder Siemens. Ihre Werke wurden und werden in nationalen und internationalen Einzelausstellungen gezeigt und befinden sich in renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen.

Die Kuratorin der Ausstellung Karin Adrian von Roques studierte Malerei, Kostüm- und Bühnenbild an der Kunstakademie in Berlin. Während ihres Zweitstudiums der islamischen Kunstgeschichte an der Universität in Bonn spezialisierte sie sich auf zeitgenössische arabische und iranische Kunst. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen für Museen, Galerien und Kulturinstitutionen u.a. in Deutschland, Frankreich, Spanien, Qatar, Saudi Arabien, Abu Dhabi, Hong Kong und den USA. Sie war die leitende Kuratorin für die FotoFest International Biennial View from Inside – Contemporary Arab Photography 2014 in Houston/Texas. Sie arbeitete als Consultant bei Sotheby’s und beriet die Deutsche Bank beim Ankauf arabischer Kunst.  Sie hält Vorlesungen und schreibt regelmässig Artikel für Kunst Magazine.   

Um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung wird gebeten.

The Strong Cubs

Prof. Feng Lu

Ausstellungseröffnung 23. August 2020, 14 h

Dauer der Ausstellung 23.08.- 22.11.2020

 

It, 2017 – Epoxidharz, Öl

Die Berliner Kunsthistorikerin Constanze Musterer schrieb zu Feng Lu: “Die große Politik und die kleinen Abmachungen, die großen Religionen und die kleinen Andachten, der große Sex an Crime und die kleinen Begierden, die große Historie und das kleine eigene Leben. Feng Lu lässt kaum ein Thema der Gesellschaft aus und nimmt das menschliche Agieren in den Zerrspiegel seiner bitterbösen Ironie. Witzig und bunt, verspielt und frivol kommt sie in der handwerklichen Perfektion seiner figürlichen Plastiken daher.”

Feng Lu, geb. 1979 in Harbin (China), begann schon als Kind in dem kargen Hinterhof seines Elternhauses humoristische Skulpturen aus Kreide zu formen. Er studierte zunächst Bildhauerei an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und anschließend Bildhauerei und Malerei an der Universität der Künste in Berlin. Dort avancierte er zum Meisterschüler bei Prof. Wolfgang Petrick. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit wurde Feng Lu 2019 zum Professor am Sichuan Fine Arts Institut in Chongqing berufen. Dort ist Feng Lu Direktor des Deutschen Innovationszentrums für zeitgenössische Kunst. Feng Lu lebt und arbeitet in seiner Wahlheimat Berlin.

Auf meine ART

Brigitte Struif

Vernissage Sonntag, 20. September 2020, 14 h

Dauer der Ausstellung 15.-29.09.2020

Die Gedankenwelt hat Brigitte Struif in zwei Bilder-Zyklen zusammengefasst: GEDANKENKNOTEN und GEDANKENSTRUKTUREN. Erstere sind nahezu monochrom gehalten, stets zwei- bis dreiteilig, in unterschiedlichen Abmessungen, beschränkt auf die Farben weiß, schwarz und rot.

Diese „schwarzen Knoten“ sind ein Synonym für einen inhaltsvollen Kopf, der viel zu leisten, zu denken hat, ununterbrochen tätig ist und Gedanken aufnimmt, verwirft, kombiniert, ersetzt, filtert, infiltriert, hinterfragt oder verfeinert, bis der Gedanke durch den „roten Geistesblitz“ seine Berechtigung erhält, sich festigt und den Weg „in die Welt“ sucht.

Ergänzend dazu gibt es die einteiligen, 120 x 40 cm großen GEDANKEN- STRUKTUREN, die erweitert sind durch schwarze Linien und unterschiedliche Farben. Die emotionale Ebene, das Bauchgefühl, das Gefühlsleben, ausgedrückt durch Farben, bilden das Gegenwicht zur rationalen Kopfarbeit der GEDANKENKNOTEN.

Farbintensive Arbeiten auf Holz und Leinwand ergänzen die Architektur der GEDANKENKNOTEN und –STRUKTUREN; denn „die Sprache der Farbe“ zum Ausdruck zu bringen, ist ein besonderes Anliegen von Brigitte Struif.

Brigitte Struif, geb. in Osterode am Harz, lebt und arbeitet in Hachenburg, ist seit 2004 Freischaffende Malerin und Mitglied im BBK Bonn, Rhein-Sieg und BBK RLP Mainz. Rege Ausstellungstätigkeiten und Messebeteiligungen führen sie quer durch Deutschland und ins Ausland (www.brigitte-struif.de).