ONCE UPON A TIME – CONDENSED
Martine Seibert-Raken
Ausstellung vom 01.-25.10.2026

Martine Seibert-Raken präsentiert eine Werkgruppe, die sich mit Wasser, Wind, Wolken, Nebel und atmosphärischen Veränderungen beschäftigt.
Ausgangspunkt der Ausstellung sind Naturphänomene, die uns täglich begegnen und dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren. Sie interessiert dabei weniger die naturwissenschaftliche Betrachtung als die Frage, wie Landschaften, Wetter, Gerüche, Licht und Erinnerungen in uns nachwirken und unsere Wahrnehmung prägen.
Die Ausstellung verbindet unterschiedliche Werkgruppen miteinander: Zeichnungen, Objekte, Installationen und skulpturale Arbeiten. Von Spuren im Sand über Fundstücke aus dem Wasser bis hin zu den großformatigen Wolkeninstallationen entsteht eine Erzählung über Veränderung, Erinnerung und Verdichtung.
Der Begriff Condensed verweist dabei sowohl auf die physikalische Kondensation von Wasser als auch auf die Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Erinnerung.
Die Lage des Museums unmittelbar an der Lahn bildet hierfür einen besonderen Bezugspunkt. Die Ausstellung versteht sich als poetische Reise durch verschiedene Zustände von Landschaft und Wahrnehmung – vom Flüchtigen bis zum Greifbaren, vom Fundstück bis zur raumgreifenden Installation.
Neben den größeren Installationen werden auch kleinere Arbeiten gezeigt, die einen unmittelbaren Zugang zu ihrem Werk ermöglichen und unterschiedliche Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.
Martine Seibert-Raken (*1965 in Lüneburg) lebt und arbeitet in Unkel am Rhein.
Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Architektur in Köln. Es folgten Tätigkeiten im Bereich Architektur, Interior Design und Kunst am Bau sowie die Gründung ihres eigenen Studios im Jahr 1999. Die Verbindung von Raum, Material, Landschaft und Wahrnehmung prägt bis heute ihr künstlerisches Werk.
Ausgehend von Zeichnung, Objekt und Installation entwickelte sie die fortlaufende Werkserie „Once upon a time…“, die sich mit Natur, Veränderung, Erinnerung und Vergänglichkeit auseinandersetzt. Charakteristisch sind großformatige Installationen und skulpturale Arbeiten, die häufig im Dialog mit Landschaft, Architektur und öffentlichem Raum entstehen.
Zu den wichtigen Stationen ihres künstlerischen Werdegangs zählen der Gewinn des Rhine Prize 2015, die Teilnahme an der Biennale di Venezia 2019, internationale Projekte in Italien, Deutschland und Frankreich sowie die Auszeichnungen im Rahmen des Arte Laguna Prize 2024. 2025 entstanden die Artist-in-Residence-Projekte „Once upon a time… Mandranova“ auf Sizilien sowie weitere Arbeiten in Venetien.