Ich liebe Worte

SAXA

Vernissage 12.07.2026, 14 h

Es spricht Christina zu Mecklenburg, Kunsthistorikerin aus Bonn, und SAXA liest zu seinen Bildern

19.07.2026, 13-17 h

Man kann die Bilder geschmacklich probieren. Bilder sind mit Wein erstellt.
Das PIPPI Projekt (SAXA macht Schule wird vorgestellt)
Buchvorstellung (Neues Buch mit allen Werken und Texten, erschienen November 2025)

Ausstellung vom 09.-20.07.2026

 

SAXA; Erich Kaestner, Handgeschrieben mit Tusche auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2024

SAXA Wortmalerei

27.05.1975 geboren in Siegen (NRW), 81-94 Schulen in Niederweimar und Marburg/Lahn | Abitur, 94-95 Zivildienst (individuelle Schwerstbehindertenbetreuung), 95-97 Bauleitungsassistent in Architekturbüro in Gießen, 97-04 Studium der Humanmedizin an der Uni Köln | 3. Staatsexamen, 03-06 Dissertation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie | Promotion, ab 05 Künstler und Autor

Ausstellung: „Ich liebe Worte“ – SAXA

Worte können flüstern, schreien, verführen oder verletzen. In seiner neuen Ausstellung „Ich liebe Worte“ widmet sich der Künstler SAXA der Kraft der Sprache – ihrer Schönheit, ihrer Mehrdeutigkeit und ihrem Einfluss auf unser Denken und Fühlen.

Mit einer spannenden Mischung aus Bild, Text und experimentellen Formen erkundet SAXA, wieWorte Bilder erschaffen und wie Bilder selbst zu Worten werden können. Seine Arbeiten spielen mit Fragmenten, Zitaten und eigenen poetischen Setzungen. Mal sind sie laut und provokant, mal leise und nachdenklich – immer jedoch laden sie dazu ein, Sprache neu zu sehen und zu erleben.

Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Sprache nicht nur gelesen, sondern gespürt werden kann. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich zwischen Zeichen, Bedeutungen und Emotionen zu bewegen und die persönliche Beziehung zu Worten zu entdecken.

„Ich liebe Worte“ ist eine Hommage an die Sprache – und an die unendlichen Geschichten, die sie in sich trägt.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich SAXA auch im Bildungsbereich. Mit seinem Projekt „SAXA macht Schule“ bringt er seine kreative Arbeitsweise direkt in Klassenzimmer. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Kunst, Sprache und die eigene Handschrift zu begeistern.

Im Rahmen des Projekts gestalten Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein großformatiges Kunstwerk. Ein Motiv wird dabei in viele kleine Felder aufgeteilt, die von den Kindern individuell gestaltet werden – mit eigenen Worten, Gedanken oder kurzen Texten. Am Ende werden alle Teile zu einem großen Gesamtbild zusammengesetzt, das die Vielfalt der Beiträge sichtbar macht.

Das Projekt verbindet künstlerische Kreativität mit pädagogischen Zielen: Es stärkt Selbstvertrauen, fördert Teamarbeit und zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass ihre eigenen Gedanken Teil eines größeren Ganzen werden können. Da die so entstandenenKunstwerke in der Regel anschließend dauerhaft in den Bildungseinrichtungen installiert werden, handelt es sich um gemeinsame kreative Erlebnisse, die im wahrsten Sinne des Wortes hängen bleiben.

Mit seiner Kunst und seinem Engagement schlägt SAXA eine Brücke zwischen Kunst, Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe – und zeigt eindrucksvoll, wie kraftvoll Worte sein können.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

CREATURES DE L’OBSCURE

Silvia Bauer – Christopher Diehl – Jochen Raabe

Vernissage 25.07.2026, 15 h

Ausstellung vom 24.07.-02.08.2026

 

„miel et fleurs“ von Christopher Diehl, Acryl und Textil auf Leinwand, 2020, 50 x 100 cm

Drei Künstler, drei eigenständige Bildwelten – verbunden durch die Faszination für das Geheimnisvolle, Fantastische und Verborgene.

Silvia Bauer verbindet Naturbeobachtungen, persönliche Eindrücke und die Farbigkeit fremder Kulturen zu atmosphärischen, bisweilen humorvoll-skurrilen Bildwelten. In Aquarell, Gouache, Pastellkreide und Zeichnung entstehen Werke, in denen Realität und Fantasie auf feinsinnige Weise ineinandergreifen.

Christopher Diehl bewegt sich zwischen naturalistischer Darstellung und abstrakten Kompositionen. Materialien, Oberflächen und Strukturen werden dabei selbst zu Trägern der Bildidee. Durch Schichtungen, plastische Eingriffe und reliefartige Elemente erhalten seine Arbeiten eine besondere körperliche Präsenz.

Jochen Raabe erzählt in kräftigen Farben von inneren Bildern, persönlichen Empfindungen und geheimnisvollen Visionen. Seine oft von einer subtilen Düsternis geprägten Werke erinnern an den Symbolismus und Surrealismus und eröffnen Räume für individuelle Deutungen und eigene Geschichten.

Die Ausstellung lädt dazu ein, in außergewöhnliche Szenerien einzutauchen, geheimnisvollen Gestalten zu begegnen und zwischen Licht und Dunkelheit, Natur und Fantasie immer neue Details zu entdecken.

Ein besonderer Programmpunkt erwartet die Besucherinnen und Besucher am Dienstag, 28. Juli: Jochen Raabe wird persönlich im Museum anwesend sein und vor Ort an einem seiner Werke arbeiten.

Se chiudi gli occhi

(Wenn du die Augen schließt)

Mariella Ridda

Vernissage 27.09.2026, 15 h

Ausstellung vom 27.09.-31.12.2026

 

Die Ausstellung Se chiudi gli occhi eröffnet einen stillen, introspektiven Raum, in dem Träume zu Licht- und Hoffnungsstrahlen werden – im Schatten unsicherer Zeiten.

Figuren mit geschlossenen Augen nehmen uns mit auf eine leise, fast traumhafte Reise – eine zarte Flucht in eine bessere Wirklichkeit. Ihre Verletzlichkeit spiegelt die Turbulenzen unserer Zeit wider, während die Farben in Kraft und Energie aufblühen.

Mit geschlossenen Augen entdeckt man einen Ort, an dem Fragilität, Fantasie und Stärke ineinanderfließen und eine Rückzugswelt voller Möglichkeiten entstehen lassen.

So wird die Ausstellung zu einer stillen, tiefen Reflexion über die Verletzlichkeit der Gegenwart – ein Moment, in dem, wenn man die Augen schließt, der Traum den Weg zur Transformation einer idealen Zukunft eröffnet.

ONCE UPON A TIME – CONDENSED

Martine Seibert-Raken

Ausstellung vom 01.-25.10.2026

Martine Seibert-Raken präsentiert eine Werkgruppe, die sich mit Wasser, Wind, Wolken, Nebel und atmosphärischen Veränderungen beschäftigt.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Naturphänomene, die uns täglich begegnen und dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren. Sie interessiert dabei weniger die naturwissenschaftliche Betrachtung als die Frage, wie Landschaften, Wetter, Gerüche, Licht und Erinnerungen in uns nachwirken und unsere Wahrnehmung prägen.

Die Ausstellung verbindet unterschiedliche Werkgruppen miteinander: Zeichnungen, Objekte, Installationen und skulpturale Arbeiten. Von Spuren im Sand über Fundstücke aus dem Wasser bis hin zu den großformatigen Wolkeninstallationen entsteht eine Erzählung über Veränderung, Erinnerung und Verdichtung.

Der Begriff Condensed verweist dabei sowohl auf die physikalische Kondensation von Wasser als auch auf die Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Erinnerung.

Die Lage des Museums unmittelbar an der Lahn bildet hierfür einen besonderen Bezugspunkt. Die Ausstellung versteht sich als poetische Reise durch verschiedene Zustände von Landschaft und Wahrnehmung – vom Flüchtigen bis zum Greifbaren, vom Fundstück bis zur raumgreifenden Installation.

Neben den größeren Installationen werden auch kleinere Arbeiten gezeigt, die einen unmittelbaren Zugang zu ihrem Werk ermöglichen und unterschiedliche Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.

 

Martine Seibert-Raken (*1965 in Lüneburg) lebt und arbeitet in Unkel am Rhein.

Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Architektur in Köln. Es folgten Tätigkeiten im Bereich Architektur, Interior Design und Kunst am Bau sowie die Gründung ihres eigenen Studios im Jahr 1999. Die Verbindung von Raum, Material, Landschaft und Wahrnehmung prägt bis heute ihr künstlerisches Werk.

Ausgehend von Zeichnung, Objekt und Installation entwickelte sie die fortlaufende Werkserie „Once upon a time…“, die sich mit Natur, Veränderung, Erinnerung und Vergänglichkeit auseinandersetzt. Charakteristisch sind großformatige Installationen und skulpturale Arbeiten, die häufig im Dialog mit Landschaft, Architektur und öffentlichem Raum entstehen.

Zu den wichtigen Stationen ihres künstlerischen Werdegangs zählen der Gewinn des Rhine Prize 2015, die Teilnahme an der Biennale di Venezia 2019, internationale Projekte in Italien, Deutschland und Frankreich sowie die Auszeichnungen im Rahmen des Arte Laguna Prize 2024. 2025 entstanden die Artist-in-Residence-Projekte „Once upon a time… Mandranova“ auf Sizilien sowie weitere Arbeiten in Venetien.