Vom Strich bis zur Entfaltung

Zeichnungen – Gemälde – Skulpturen

Ulrike Grüttner-Helmreich – Edelgard Hildebrand – Heidi Wagner – Elke Lisken – Wolfgang Kissel

Vernissage mit Live-Musik 13.09.2026, 11 h

The Louisiana Experience präsentieren eine musikalische Zeitreise mit humorvollen Stories von Frankreich nach Louisiana

Ausstellung vom 12.-20.09.2026

 

Die bildende Kunst ist eine Erweiterung des Sehens, ist Entfaltung.
Fünf Kunstschaffende, fünf Ausdrucksformen.
Tusche auf handgeschöpftem Papier, japanisch-chinesische Expression. Räume für individuelle Wahrnehmung in abstrakter Landschaftsdarstellung. Vagabundieren zwischen Gegenwart und Vergangenheit mit Erosionen und Brüchen. Gleichfalls grenzgängerisch: der phantastische Realismus, ein Beschreiten von Gegenwelten, in denen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Körper, Natur und Bewegung als Sinnbilder präkerer Zustände, verletzt und kraftvoll zwischen Gefährdung und Erneuerung. Essenzielle Fragen, die Spannung unserer Zeit. Alles eingefangen in Material, in Farbe und Konzept .

Am Donnerstag , 17. August gibt Ulrike Grüttner-Helmreich von 11-13 und von 14-16 Uhr, eine SUMI-Einführung mit Demonstration und Anleitung.

Mitmachen kann jeder, Material wird gegen eine Spende bereitgestellt.
Eintritt frei.

Se chiudi gli occhi

(Wenn du die Augen schließt)

Mariella Ridda

Vernissage 27.09.2026, 15 h

Ausstellung vom 27.09.-31.12.2026

 

Die Ausstellung Se chiudi gli occhi eröffnet einen stillen, introspektiven Raum, in dem Träume zu Licht- und Hoffnungsstrahlen werden – im Schatten unsicherer Zeiten.

Figuren mit geschlossenen Augen nehmen uns mit auf eine leise, fast traumhafte Reise – eine zarte Flucht in eine bessere Wirklichkeit. Ihre Verletzlichkeit spiegelt die Turbulenzen unserer Zeit wider, während die Farben in Kraft und Energie aufblühen.

Mit geschlossenen Augen entdeckt man einen Ort, an dem Fragilität, Fantasie und Stärke ineinanderfließen und eine Rückzugswelt voller Möglichkeiten entstehen lassen.

So wird die Ausstellung zu einer stillen, tiefen Reflexion über die Verletzlichkeit der Gegenwart – ein Moment, in dem, wenn man die Augen schließt, der Traum den Weg zur Transformation einer idealen Zukunft eröffnet.

ONCE UPON A TIME – CONDENSED

Martine Seibert-Raken

Ausstellung vom 01.-25.10.2026

Martine Seibert-Raken präsentiert eine Werkgruppe, die sich mit Wasser, Wind, Wolken, Nebel und atmosphärischen Veränderungen beschäftigt.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind Naturphänomene, die uns täglich begegnen und dennoch etwas Geheimnisvolles bewahren. Sie interessiert dabei weniger die naturwissenschaftliche Betrachtung als die Frage, wie Landschaften, Wetter, Gerüche, Licht und Erinnerungen in uns nachwirken und unsere Wahrnehmung prägen.

Die Ausstellung verbindet unterschiedliche Werkgruppen miteinander: Zeichnungen, Objekte, Installationen und skulpturale Arbeiten. Von Spuren im Sand über Fundstücke aus dem Wasser bis hin zu den großformatigen Wolkeninstallationen entsteht eine Erzählung über Veränderung, Erinnerung und Verdichtung.

Der Begriff Condensed verweist dabei sowohl auf die physikalische Kondensation von Wasser als auch auf die Verdichtung von Zeit, Erfahrung und Erinnerung.

Die Lage des Museums unmittelbar an der Lahn bildet hierfür einen besonderen Bezugspunkt. Die Ausstellung versteht sich als poetische Reise durch verschiedene Zustände von Landschaft und Wahrnehmung – vom Flüchtigen bis zum Greifbaren, vom Fundstück bis zur raumgreifenden Installation.

Neben den größeren Installationen werden auch kleinere Arbeiten gezeigt, die einen unmittelbaren Zugang zu ihrem Werk ermöglichen und unterschiedliche Aspekte ihrer künstlerischen Arbeit sichtbar machen.

 

Martine Seibert-Raken (*1965 in Lüneburg) lebt und arbeitet in Unkel am Rhein.

Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Architektur in Köln. Es folgten Tätigkeiten im Bereich Architektur, Interior Design und Kunst am Bau sowie die Gründung ihres eigenen Studios im Jahr 1999. Die Verbindung von Raum, Material, Landschaft und Wahrnehmung prägt bis heute ihr künstlerisches Werk.

Ausgehend von Zeichnung, Objekt und Installation entwickelte sie die fortlaufende Werkserie „Once upon a time…“, die sich mit Natur, Veränderung, Erinnerung und Vergänglichkeit auseinandersetzt. Charakteristisch sind großformatige Installationen und skulpturale Arbeiten, die häufig im Dialog mit Landschaft, Architektur und öffentlichem Raum entstehen.

Zu den wichtigen Stationen ihres künstlerischen Werdegangs zählen der Gewinn des Rhine Prize 2015, die Teilnahme an der Biennale di Venezia 2019, internationale Projekte in Italien, Deutschland und Frankreich sowie die Auszeichnungen im Rahmen des Arte Laguna Prize 2024. 2025 entstanden die Artist-in-Residence-Projekte „Once upon a time… Mandranova“ auf Sizilien sowie weitere Arbeiten in Venetien.

ZWEI PERSPEKTIVEN

auf Gefühl und Form

Abstrakte Kunst zwischen Emotion und Struktur

Iris Witzani & Raimund Kellmann

Vernissage 01.11.2026, 14 h

mit musikalischer Begleitung von Helene Kellmann

Ausstellung vom 29.10.-09-11-2026

 

 

Mit der Ausstellung „ZWEI PERSPEKTIVEN – auf Gefühl und Form“ begegnen sich zwei eigenständige künstlerische Handschriften, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich dennoch auf besondere Weise ergänzen.

Iris Witzani ist Diplom-Psychologin und widmet sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft der abstrakten Malerei. Ihre Werke entstehen überwiegend intuitiv und leben von Farbe, Struktur und Emotion. Schicht für Schicht entwickelt sie Bilder, die Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lassen. Dabei kombiniert sie Acrylfarben mit verschiedenen Materialien und schafft Arbeiten, die sowohl Ruhe als auch Dynamik ausstrahlen. Ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Menschen, seinen Gefühlen und seiner Wahrnehmung findet sich dabei immer wieder – mal deutlich, mal ganz subtil – in ihren Bildern wieder.

Raimund Kellmann absolvierte eine kunstpädagogische Ausbildung und arbeitete über viele Jahre als Heilpraktiker für Psychotherapie. In dieser Zeit begleitete er Menschen in der Gesprächstherapie und gewann tiefe Einblicke in zwischenmenschliche Beziehungen, Lebensgeschichten und persönliche Entwicklungen. Diese Erfahrungen fließen heute, oft unbewusst, in seine künstlerische Arbeit ein.

Seine Werke entstehen überwiegend als Mixed-Media-Arbeiten. Unterschiedlichste Materialien, Strukturen und Farbschichten werden immer wieder verändert, ergänzt oder reduziert. Dadurch entwickeln die Bilder ihre eigene Geschichte und laden dazu ein, immer neue Details und Zusammenhänge zu entdecken.

Beide Künstler leben und arbeiten in Ehringshausen in Mittelhessen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen verbindet sie die Freude am Experimentieren sowie der Wunsch, Menschen mit ihrer Kunst zu berühren, zum Nachdenken anzuregen und Raum für eigene Interpretationen zu schaffen.

Die Ausstellung versteht sich als atmosphärische Kunstreise. Sie lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, Bilder auf sich wirken zu lassen und eigene Geschichten darin zu entdecken. Bewusst verzichten die Werke auf eindeutige Antworten – sie möchten Fragen stellen, Erinnerungen wecken und unterschiedliche Sichtweisen zulassen.

Ergänzend bieten QR-Codes an ausgewählten Werken einen Blick hinter die Kulissen. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über die Entstehung einzelner Bilder, die Gedanken der Künstler und den kreativen Prozess. So zeigt die Ausstellung, dass sich Kunst und moderne Technik nicht ausschließen, sondern einander bereichern können, wenn sie den Zugang zur Kunst vertiefen und nicht von ihr ablenken.

 

Die Künstler sind während der Ausstellung werktags jeweils ab 15:00 Uhr sowie an den Wochenenden ganztägig persönlich anwesend und freuen sich auf Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern.

 

Eintritt frei.