ZWEI PERSPEKTIVEN

auf Gefühl und Form

Abstrakte Kunst zwischen Emotion und Struktur

Iris Witzani & Raimund Kellmann

Vernissage 01.11.2026, 14 h

mit musikalischer Begleitung von Helene Kellmann

Ausstellung vom 29.10.-09.11.2026

 

 

Mit der Ausstellung „ZWEI PERSPEKTIVEN – auf Gefühl und Form“ begegnen sich zwei eigenständige künstlerische Handschriften, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich dennoch auf besondere Weise ergänzen.

Iris Witzani ist Diplom-Psychologin und widmet sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft der abstrakten Malerei. Ihre Werke entstehen überwiegend intuitiv und leben von Farbe, Struktur und Emotion. Schicht für Schicht entwickelt sie Bilder, die Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lassen. Dabei kombiniert sie Acrylfarben mit verschiedenen Materialien und schafft Arbeiten, die sowohl Ruhe als auch Dynamik ausstrahlen. Ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Menschen, seinen Gefühlen und seiner Wahrnehmung findet sich dabei immer wieder – mal deutlich, mal ganz subtil – in ihren Bildern wieder.

Raimund Kellmann absolvierte eine kunstpädagogische Ausbildung und arbeitete über viele Jahre als Heilpraktiker für Psychotherapie. In dieser Zeit begleitete er Menschen in der Gesprächstherapie und gewann tiefe Einblicke in zwischenmenschliche Beziehungen, Lebensgeschichten und persönliche Entwicklungen. Diese Erfahrungen fließen heute, oft unbewusst, in seine künstlerische Arbeit ein.

Seine Werke entstehen überwiegend als Mixed-Media-Arbeiten. Unterschiedlichste Materialien, Strukturen und Farbschichten werden immer wieder verändert, ergänzt oder reduziert. Dadurch entwickeln die Bilder ihre eigene Geschichte und laden dazu ein, immer neue Details und Zusammenhänge zu entdecken.

Beide Künstler leben und arbeiten in Ehringshausen in Mittelhessen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herangehensweisen verbindet sie die Freude am Experimentieren sowie der Wunsch, Menschen mit ihrer Kunst zu berühren, zum Nachdenken anzuregen und Raum für eigene Interpretationen zu schaffen.

Die Ausstellung versteht sich als atmosphärische Kunstreise. Sie lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, Bilder auf sich wirken zu lassen und eigene Geschichten darin zu entdecken. Bewusst verzichten die Werke auf eindeutige Antworten – sie möchten Fragen stellen, Erinnerungen wecken und unterschiedliche Sichtweisen zulassen.

Ergänzend bieten QR-Codes an ausgewählten Werken einen Blick hinter die Kulissen. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über die Entstehung einzelner Bilder, die Gedanken der Künstler und den kreativen Prozess. So zeigt die Ausstellung, dass sich Kunst und moderne Technik nicht ausschließen, sondern einander bereichern können, wenn sie den Zugang zur Kunst vertiefen und nicht von ihr ablenken.

 

Die Künstler sind während der Ausstellung werktags jeweils ab 15:00 Uhr sowie an den Wochenenden ganztägig persönlich anwesend und freuen sich auf Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern.

Eintritt frei.

BETWEEN PIXEL AND PRESENCE

André Chi Sing Yuen

Malerei · Diasecs · Video · Grafik · Multiples

Ausstellung vom 09.-23.12.2026

Vernissage 12.12.2026, 16 h

Gedichte Lesung 16.12.2026, 16 h

Finissage 23.12.2026, 16 h mit Klangkunstperformance

 

 

Die Ausstellung BETWEEN PIXEL AND PRESENCE untersucht die Frage, wie Bilder im digitalen Zeitalter unsere Wahrnehmung verändern. André Chi Sing Yuen bewegt sich zwischen Malerei, digitalen Bildverfahren, Videokunst und grafischen Arbeiten. Seine Werke entstehen an der Schnittstelle von traditioneller Bildkultur und technologischer Transformation.

Dabei versteht Yuen den Pixel nicht als Gegensatz zum Pinsel, sondern als dessen zeitgenössische Erweiterung. Seine Arbeiten fragen nicht, ob ein Bild analog oder digital ist, sondern wann ein Bild beginnt, Gegenwart zu erzeugen – wann aus Information Erfahrung und aus Oberfläche Präsenz wird.

Die Ausstellung führt die Besucherinnen und Besucher durch ein konzentriertes künstlerisches Labor, in dem Farbe, Licht, Bewegung und Material zu einer gemeinsamen Bildsprache verschmelzen. Buddhistische Denkfiguren, mediale Bildwelten und abstrakte Malerei begegnen sich dabei nicht als Gegensätze, sondern als unterschiedliche Ausdrucksformen eines gemeinsamen Nachdenkens über Bewusstsein, Zeit und Wahrnehmung.

Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Kunst im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung verliert, sondern eine neue Aufgabe übernimmt: Räume der Aufmerksamkeit und der Präsenz zu schaffen.

1971 im Ruhrgebiet geboren lebte Yuen u.a. in Hong Kong, New York und Berlin. Nach seinen Studien an den Akademien und Universitäten, Dortmund, Essen Folkwang, Neue Züricher Kunstschule und der Ruhrakademie ging Yuen über Düsseldorf in die Ruhrmetropole Dortmund, wo er bis heute seinen Lebensmittelpunkt als freischaffender Künstler hat.

Yuens Arbeiten wurden u.a. auf der Documenta, Kassel, Bienale Venedig, Bienale Liverpool, contemporary art museum Shanghai, Art fair Köln, Langen Foundation, Kunsthaus Rhenania, Köln, SOTODO Festivial Contemporary art center, Sacramento, USA, Museum Kunstpalast, Düsseldorf, cutlog, Paris und dem State Russian Museum, St. Petersburg, gezeigt.

Eintritt frei.